Samstag, 12. Januar 2013

Whitsunday Islands

Servus!

Auf Grund einiger Nachfragen wegen der andauernden Hitzewelle in Australien, gibts vorab gleich mal Entwarnung von unserer Seite. Wir sind bisher von der Hitzewelle komplett verschont geblieben. In Sydney hat es diese Woche mal 41 Grad gehabt, was wirklich sehr viel für Sydney ist. Bei uns klettert das Thermometer auf 29-32 Grad, was ich als normal einstufe. Falls die Hitzewelle noch länger andauern sollte, dann werden wir vlt doch noch zum Opfer, weil wir in einer guten Woche den Rückweg Richtung Süden antreten werden.

Am Montag sind wir in Airlie Beach angekommen. Es ist eine kleine Stadt an der Küste, die im Prinzip aus einer Straße besteht, auf der sich die ganze Show abspielt. In der Straße gibt es dutzende Läden, die Touren mit Motorbooten und Segelbooten anbieten. Das typische Ziel sind die Whitsunday Islands, für die wir auch unsere Tour gebucht haben. Mit einem Segelboot möchten wir 2 Tage und 2 Nächte in See stechen. Die Übernachtung findet auf einer Insel statt, auf der ein Hostel steht. Auf die Buchung der Reise haben wir im "Biergarden" von Airlie angestoßen. Die dort angebotene Live-Musik und die vielen Großbildschirme mit Sport (Cricket und Fußball) rundeten das Angebot ab.
Den Dienstag mussten wir überbrücken, da erst am Mittwoch 3 Plätze auf dem Boot frei waren. Deshalb haben wir Airlie ein wenig erkundet. Die Stadt hat nur einen kleinen künstlich angelegten Strand, der bei Ebbe in einen groben Steinstrand übergeht. Bei Flut (high tide) sieht das sehr schön aus, aber ein richtiger Strand ist das für uns schon lange nicht mehr. Wir sind doch schon seeeeehr verwöhnt ;) Wenn ich da nur an den Rainbow Beach zurück denke *träum*.

Airlie Beach
Schweren Herzens haben wir unseren Holden Commodore am Mittwoch Mittag am Hafen abgestellt, weil es nur bis Freitag Mittag auf ein Segelboot geht. Eins vorne weg. Der Holden hat uns das nicht krumm genommen und ist am Freitag direkt wieder angesprungen. Insgesamt waren wir ca. 25 Gäste auf dem Boot und es gab einen Captain sowie einen Handlanger, der ein irischer Backpacker war. Der erste Tag bestand aus der Überfahrt vom Festland auf Koala Adventure Island.

Auf Adventure Island
Die Unterkunft dort war nicht sehr komfortabel, aber wir stellen auch keine großen Ansprüche, da wir nur das Auto und Zelt gewohnt sind. Immerhin war unser letzter Hostel in "The Entrance", was schon wieviele Wochen her ist? Bestimmt schon 3,5 Wochen.

Am zweiten Tag der Reise ging es zum Whitehaven Beach. Ein Strand, der nicht aus Sand besteht sondern aus einem Silikat. Ich wollte schon die ganze Zeit nachlesen, um was es sich dabei genau handelt, weil es für mich fast unvorstellbar ist, wie eine Insel von dieser Größe nicht aus Sand bestehen kann. Der Captain hats kurz erwähnt und meinte, dass es an zwei Platten im Meer liegt, die aneinander reiben. Das Ergebnis ist schneeweißer und super feines Silikat.

Ausblick am Whitehaven Beach
Ins Wasser durfte oder sollte man nur mit dem Stinger Suite. Dieser Anzug soll vor den gefährlichen Quallen schützen. Beim Schnorchelgang am gleichen Tag hat der Captain gemeint, dass es über 16.000 verschiedene Quallenarten gibt und nur 2 Stück davon gefährlich sind. Das heißt für mich, dass der Anzug eigentlich unnütz ist. Trotzdem waren wir so vorsichtig und sind bei der Hitze in den dunklen Anzug geschlüpft, und sind dann über Board gesprungen, um zum Riff zu schwimmen. Der Captain hats extra gesagt, dass es erlaubt ist, über die Reling zu springen. Wir waren aber die einzigen, die gesprungen sind. Der Rest ist ganz brav über die Treppe rein. Ich bin das erste mal geschnorchelt und es war wirklich sehr genial. Wir haben viele verschiedene Fische gesehen und die Korallen waren richtig bunt. Unter Wasser konnten wir leider keine Bilder machen, aber ein netter Franzose namens Louis hat mir versprochen, noch einen Link zu seinen Unterwasserbildern zu schicken, wenn er wieder nach Hause kommt. Manche haben sogar eine Schildkröte gesehen. Im Wasser waren auch viele Qualen, die vorallem beim Rückweg zum Boot richtig eklig waren. Man ist nur noch durch Massen von den Wackelpudding-Dingern durchgeschwommen, aber irgendwann wars einem dann egal.

Whitehaven Beach
Nach einer erneuten Übernachtung auf der Insel haben wir am letzten Tag (Freitag) eine Wanderung über die Insel gemacht. Dort gibt es einen Wanderweg, der anscheinend von National Geographic zu einem Nummer 1 Wanderweg ausgezeichnet wurde. Wenn ich sowas hier höre, bin ich erstmal sehr skeptisch, weil hier jeder immer nur vom Optimum spricht usw. Auf jeden Fall ist die Auszeichnung völlig zu recht verliehen worden. Ich habe bisher noch keinen so Abwechslungsreichen und tollen Wanderweg gesehen. Nach einem Aufstieg durch den Wald sind wir auf dem Berg der Insel gelaufen und hatten eine wirklich atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Inseln mit ihren Stränden. Gerade als wir den Hinweg geschafft hatten, haben wir schon den herankommenden Regen auf dem Meer gesehen. Der Rückweg ging dann viel schneller :) Wir waren alle komplett nass. Die Kameratasche war alleine für diese Wanderung ihr Geld wert! Nach der Wanderung gabs nochmal Mittagessen und dann gings zurück aufs Festland.

Gestern (Freitag) sind wir Richtung Townsville gefahren und haben in Ayr am Strand übernachtet. Sitzen gerade im Auto und fahren nach Townsville. Heute steht eine Stadttour auf dem Programm. Welches unsere nächste Station wird, wissen wir noch nicht, ihr werdet es aber demnächst erfahren :)

Bis bald!


*Update mit Bildern vom Boot, der Insel und vom Greak Walk!

Unser Captain hat immer den vollen Durchblick

Steffen an Bord

Sonnenuntergang vom Segelboot aus

Kokosnüsse am Strand von Adventure Island

Great Walk

Great Walk

Great Walk - Aussicht auf unser Hostel ink. Steg und Segelboot

Great Walk

Great Walk - Gottesanbeterin


Great Walk - Blaue Lagune

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